Es gibt kaum einen Button, der nicht auf Sofortigkeit drängt: „Jetzt kaufen“, „Jetzt starten“, „Jetzt antworten“. Geschwindigkeit ist zur Norm geworden, nicht als Option, sondern als Voraussetzung.
Doch mit zunehmender Beschleunigung wächst oft auch die innere Unruhe. Dinge werden angefangen, aber nicht vertieft. Nachrichten gelesen, aber nicht verarbeitet. Inhalte gespeichert, aber nie wirklich durchdrungen.
Langsamkeit ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Souveränität. Wer sich Zeit nimmt, fällt aus der Taktung. Und genau das kann befreiend wirken.
Gegen die Beschleunigung zu leben bedeutet nicht, Technik abzulehnen, sondern ihren Takt nicht ungefragt zu übernehmen. Es bedeutet, Pausen nicht zu füllen, sondern zuzulassen.
Schnelligkeit ist billig. Tiefe kostet Zeit.
Diese Seite ist auch ein Ausdruck davon: wenig Navigation, keine Ablenkung, kein Feed. Nur Text. Nur Raum.